Unterhalt bekommen - Scheidung

Als geschiedene Frau steht Ihnen Unterhalt zu, aber Sie bekommen keinen?
Als geschiedener Mann bezahlen Sie Unterhalt und fragen sich, ob Sie das immer noch müssen?

In beiden Fällen sind Sie hier richtig!

Wenn Ihnen als geschiedene Frau laut Scheidungsurteil eine Unterhaltszahlung zusteht, Ihr Ex aber nicht zahlt

Eine typische Situation, die wir in der Detektei HELIOS zur Genüge kennen.

Unterhaltspflichtige Männer

  • behaupten, kein entsprechendes Einkommen bzw. Vermögen zu haben,
  • verheimlich ihren lukrativen Nebenjob, oder
  • verschleiern ihre finanziellen Verhältnisse.

In Härtefällen sind von der Verletzung der Unterhaltszahlungspflicht auch die Alimentationspflichten gegenüber den Kindern betroffen.

Fallbeispiel:

Die Scheidung ist über die Bühne. Eine gut arbeitende Detektei hatte genügend Beweise für eine schwere Eheverfehlung des Geschiedenen beschafft und für die Richterin war die Sache klar. Die Geschiedene, die bis zur Scheidung den Haushalt geführt, den Garten gepflegt, ihren Ex-Mann in seinem Job unterstützt (er wollte nie, dass sie selbst arbeiten ging) die vier gemeinsamen Kinder großgezogen und sich um ihre Eltern und Schwiegereltern gekümmert hatte, bekam als Unterhalt ein Drittel des Nettoeinkommens ihres Mannes zugesprochen. Das waren – wenn man seine diversen Bonuszahlungen und Prämien nicht mitrechnete, zumindest € 4.000,– pro Monat. Doch nach nicht einmal einem Jahr stellte der Geschiedene die Zahlungen ein.

Der Scheidungsgrund, eine aus einfachen Verhältnissen stammende, täglich bis Mittags schlafende, jedoch sehr mode- und luxusbewusste junge Russin dürfte offenbar Geld kosten. Geld, welches laut Gerichtsurteil aber der Geschiedenen, die sich jahrelang für die Familie abrackerte, zusteht. Zahlungsaufforderungen und Klagen wurden nicht beantwortet, Exekutionsversuche gingen ins Leere. Die unterhaltsberechtigte Frau wandte sich an die selbe Detektei, die ihr schon einmal die Existenz gerettet hatte. Diese stellte zunächst fest, dass der Unterhaltspflichtige seine Firmenanteile an einen Strohmann veräußert, seinen Wohnsitz gemeinsam mit seiner Freundin in ein anderes Bundesland verlegt hatte und von dort aus selbständig arbeitete.

Dann förderten die Berufsdetektive ein verschachteltes Modell einer Vermögensverschleierung zu Tage und stellten noch dazu die – sehr ansehnliche – Einkommenssituation des Zahlungspflichtigen anhand der Ausforschung seiner Kunden dar. Als sich der Mann im Zuge der Tatsachen-Konfrontation der Detektei gegenüber überhaupt nicht einsichtig zeigte, erstattete die Detektei Strafanzeige. Vor Gericht, diesmal vor dem Landesgericht für Strafsachen, kam der Mann endlich zur Vernunft. Er wurde nicht nur zur Begleichung aller Rückstände, sondern auch zur Zahlung der Detektivrechnung verurteilt, da sein rechtswidriges und strafbares Verhalten erst den Detektiveinsatz notwendig machte.

Kronen-Zeitung vom 12.2.2012 (mit freundlicher Abdruckgenehmigung)

Manche Ex-Partner, die Ehebruch begangen hatten und dann zur Unterhaltszahlung verurteilt worden sind, versuchen sich vor der Zahlungspflicht mit unsauberen Methoden zu drücken. Doch diese Methoden können strafbar sein. Die Leute glauben zwar, besonders einfallsreich zu sein, doch wenn die Detektei HELIOS und Ihre Privatdetektive auf den Plan treten, hilft ihnen alles nichts.

Die Scheidung zu gewinnen bedeutet für Sie als Frau, dass Sie eine fortlaufende, monatliche Unterhaltszahlung inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalten.

Privatdetektiven sind solche Täter nicht unbekannt, deren Vorgehensweisen unterscheiden sich jedoch häufig. Doch auch hier machen Detektive das, was sie sonst auch tun: Sie klären auf, beschaffen gerichtstaugliche Beweise und zeigen den Unterhaltsverweigerer an, wenn sich dieser nicht einsichtig zeigt. Dieser wird strafrechtlich verurteilt und die Unterhaltszahlungen sind dann erst recht fällig. Zuzüglich der Detektivkosten.

§ 198 Strafgesetzbuch | Link

(1) Wer seine im Familienrecht begründete Unterhaltspflicht gröblich verletzt und dadurch bewirkt, daß der Unterhalt oder die Erziehung des Unterhaltsberechtigten gefährdet wird oder ohne Hilfe von anderer Seite gefährdet wäre, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. Seine Unterhaltspflicht verletzt insbesondere auch, wer es unterläßt, einem Erwerb nachzugehen, der ihm die Erfüllung dieser Pflicht ermöglichen würde.

(2) Ist der Täter rückfällig (§ 39) oder hat die Tat die Verwahrlosung oder eine beträchtliche Schädigung der Gesundheit oder der körperlichen oder geistigen Entwicklung des Unterhaltsberechtigten zur Folge, so ist der Täter mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren, hat die Tat aber den Tod des Unterhaltsberechtigten zur Folge, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.

(3) Der Täter ist nicht nach Abs. 1 zu bestrafen, wenn er bis zum Schluss der Verhandlung die vom Verfolgungsantrag umfassten Unterhaltsbeträge zur Gänze bezahlt.

Unterhalt bekommen - Scheidung
Unterhaltszahlung - Scheidung

Wenn Sie als geschiedener Mann Unterhalt bezahlen und sich fragen sich, ob Sie das immer noch müssen

Sie sind geschieden und zahlen Unterhalt für Ihre Ex? Ihnen tut leid um´s Geld? Vielleicht liegt eine Situation vor, die Sie von der Zahlungsverpflichtung für immer befreit. Oft haben Sie gute Chancen, aus der Zahlungspflicht zu entkommen.

Fallbeispiel:

Ein Mann – leider hatte er es verabsäumt, die Affäre seiner Frau damals durch eine Detektei nachweisen zu lassen – wurde zur Unterhaltszahlung an seine geschiedene Frau verurteilt. Lebenslang, bzw. bis zu ihrer Pension. Monat für Monat € 1.800,–. Die Geschiedene beging freilich nicht den Fehler, ihre Affäre zu heiraten, denn dann wäre es mit dem zuckersüßen Leben auf Kosten ihres betrogenen Ex sofort vorbei gewesen. So klug war sie – dachte sie zumindest.

Der Unterhaltspflichtige, der den Scheidungsschmerz endlich überwunden hatte, wollte nun selbst wieder ein schönes Leben führen. Er wollte sich ein Motorrad kaufen, eine Kreuzfahrt machen, die eine oder andere Frau kennen lernen. Er hatte genug davon, sich nur zu Hause verkriechen und an seine Ex zu zahlen. Er ließ sich von einer Detektei beraten und ersuchte diese um entsprechende Maßnahmen. Drei Wochen später, knapp vor dem nächsten Monatsanfang übergab ihm die Detektei den Akt. Aufgrund dessen kündigte er sofort den Dauerauftrag mit den monatlichen € 1.800,– an seine Frau und begann endlich wieder zu leben.

Wann die Zahlungspflicht erlöscht

Denn: Wer eine neue Lebensgemeinschaft eingeht, hat während der Dauer der selbigen keinen Anspruch mehr auf Unterhaltszahlungen vom Ex-Ehegatten. Der Unterhaltsanspruch ruht und zwar unabhängig davon, ob sich Ihre Ex vom neuen Lebensgefährten finanziell aushalten lässt, oder nicht. (Entscheidung des Obersten Gerichtshofes vom 19.05.1954, Geschäftszahl: 1 Ob 17/54. Im Jahre 2007 hat der OGH übrigens entschieden, dass auch eine gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft ein Ruhen des Unterhaltsanspruchs bewirkt.)

Doch so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist es nicht. Rechtlich gesehen versteht man unter einer Lebensgemeinschaft einen eheähnlichen Zustand, für dessen Existenz neben der Eheähnlichkeit und einer gewissen Bestandsdauer drei Faktoren wesentlich sind:

  • Wohngemeinschaft
  • Geschlechtsgemeinschaft
  • Wirtschaftsgemeinschaft

Diese Elemente können laut ständiger Rechtsprechung unterschiedlich stark ausgebildet sein, zwei der drei Faktoren müssen zumindest in jedem Fall vorhanden sein.

Der Unterhaltsanspruch kann auch dann erlöschen, wenn es zu schweren Verfehlungen gegen den Unterhaltspflichtigen kommt oder die Unterhaltsempfängerin ein ehrloses oder unsittliches Leben führt. Darunter ist Drogenmissbrauch, Promiskuität, Prostitution oder das Begehen strafbarer Handlungen zu verstehen.

Scheidung - Betrug - Unterhalt

Kronen-Zeitung vom 12.2.2012 (mit freundlicher Abdruckgenehmigung)

§ 74 Ehegesetz – Verwirkung | Link

Der Berechtigte verwirkt den Unterhaltsanspruch, wenn er sich nach der Scheidung einer schweren Verfehlung gegen den Verpflichteten schuldig macht oder gegen dessen Willen einen ehrlosen oder unsittlichen Lebenswandel führt.

Unterhaltszahlungen einfordern oder abwehren? Die Detektei HELIOS in Wien verhilft Ihnen durch Beweisbeschaffung zu Ihrem guten Recht! Erste Tipps und Kostenschätzung! Kostenlose Hotline 0800 88 44 44